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Druckqualität

Falsche Linienstärken im PDF: Stifteinstellungen und CTB

Wände als Haarlinien, das Schriftfeld fett — oder alles in einer Stärke. Woher Stifteinstellungen wirklich kommen und warum ein Blatt von Büro zu Büro anders aussieht.

2026-08-06 6 Min. Lesezeit

Am Bildschirm stimmt die Zeichnung, im Druck ist alles flach: jede Linie gleich stark, die Wand nicht kräftiger als eine Leitung, das Schriftfeld verschwunden. Nach der Schraffur ist das das zweithäufigste Druckproblem, und die Ursache ist fast immer, woher die Stifteinstellungen gelesen werden.

Die Stärke steht an drei Stellen

1. Die Linienstärke der Ebene

Jede Ebene trägt eine Stärke — 0,13, 0,25, 0,50 mm und so weiter. Ein Objekt auf „VonLayer“ übernimmt sie von dort. Das ist der einzige Wert, der in der Datei steht und überall gleich gelesen wird.

2. Die Linienstärke des Objekts

Eine direkt zugewiesene Stärke überschreibt die Ebene. Die Hälfte der Verwirrung in einer fremden Zeichnung beginnt hier: die Ebene sagt 0,25, die Linie druckt 0,50.

3. Die Stifttabelle (CTB / STB)

Sie entscheidet tatsächlich — und sie steckt nicht in der Datei. Eine CTB arbeitet über Farbe: „was rot ist, drucke mit 0,35 mm“. Eine STB über benannte Stile. Die alte Gewohnheit in AutoCAD ist CTB, das heißt: der Druckstandard eines Büros liegt in einer .ctb-Datei auf dessen Rechner, nicht in der Zeichnung. Verschickt man die Zeichnung, bleibt die Tabelle zurück.

Wenn eine erhaltene Zeichnung „falsch“ druckt, ist meist nicht die Zeichnung falsch — Ihnen fehlt schlicht die Stifttabelle des anderen Büros. DWGtoPDF leitet die Stärken aus Ebenen- und Objektdefinitionen ab und behält ACI-Farben exakt bei, druckt also das, was die Datei selbst sagt. Die erste Zeichnung braucht kein Konto, das erste PDF ist kostenlos.

Warum alles in einer Stärke kommt

  • Linienstärkenanzeige ist aus. Der Bildschirm zeigt keine Stärke, der Druck schon — und umgekehrt.
  • Keine Stifttabelle gewählt. Steht im Plotdialog keine Tabelle, druckt alles in der Vorgabestärke.
  • Der Maßstab. Auf einem Blatt in 1:100 liegt 0,13 mm schon unter der Wahrnehmungsgrenze; je kleiner der Maßstab, desto höher muss die Untergrenze liegen.
  • Der Konverter liest Stärken gar nicht. Viele Online-Werkzeuge zeichnen alles mit einem Vorgabestift. Erkennungszeichen: Wand und Achslinie sind im Ergebnis nicht zu unterscheiden.

Praxiswerte nach Maßstab

Übliche Architekturkonvention: geschnittene Wände 0,50–0,70 mm, sichtbare Kanten 0,25–0,35 mm, Achsen und Bemaßung 0,13–0,18 mm, Schraffur auf dem dünnsten Stift. Unter 1:200 hält das Zusammenlegen der beiden dünnsten Stifte das Blatt lesbar.

Beim Verschicken

Geht die Zeichnung zum Drucken hinaus, legen Sie ein maßstäbliches PDF dazu. Der Empfänger hat Ihre Stifttabelle nicht und wird Ihr Blatt nie sehen; das PDF ist die einzige Seite, auf die sich beide berufen können. Sie können die CTB mitschicken — nur muss die Gegenseite sie in den richtigen Ordner legen, und das tun die wenigsten.

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